von Oliver Wagner am 27. Juni 2013

Was kann man nicht alles abonnieren? Zeitungen. Socken. Hemden. Beautyproben. Hygieneprodukte. Biokisten. Und natürlich auch Delikatessen.

Für 24 € im Monat kann man sich seit Ende 2012 die Foodist Box frei Haus liefern lassen. Im Abo oder auch ganz individuell im Shop. Uns wurde von dem Hamburger Startup dankenswerterweise die Juni Box zu Testzwecken zugestellt. Darin enthalten war unter anderem ein Grauburgunder vom Weingut Stefan Meyer, ein Schokokuchen im Glas, Mandeln mit Rauchsalz, ein Porridge von Noats, eine Karamellcreme, Kürbiskernpesto und Apfelchips.

Foto: Foodist

Foto: Foodist

Delikatessen von europäischen Manufakturen, heißt es dazu im Werbetext, enthält die Foodist Box. Nun kann man darüber streiten, was wir von den Bestandteilen der uns vorliegenden Box, ebenso bezeichnet hätten, aber die Idee an sich ist natürlich gut und insbesondere die detaillierte Beschreibung der Produkte und ihrer Hersteller gefällt und zeigt, dass bei Foodist neben dem Business auch Platz für echte Begeisterung für die Ware herrscht.

Schaut man sich die Produkte etwas genauer an, so weiß der Grauburgunder von Stefan Meyer wirklich zu gefallen, die Rauchmandeln sind nicht schlecht, der Schokokuchen im Glas fällt eher etwas trocken aus (besser ist da beispielsweise der Glas-Schoko-Kuchen von Naschhafen), die Karamellcreme mit Kardamon und Zimt hingegen ist wirklich gut und ohne die Foodist Box hätte ich dieses Produkt von Meins Fancy Food (auch aus Hamburg) vermutlich nie entdeckt.

Das Berliner Kürbiskernpesto wurde gestern Abend zusammen mit schöner Pasta und etwas altem Parmigiano gekostet – und für gut befunden. Vielleicht etwas herbstlich, aber sehr intensiv und eine gute Abwechslung zu anderen Pestovarianten.
Zu den Apfelchips und Noats, dem Porridge für die Mikrowelle (übrigens von den Kollegen von MyMuesli produziert) wird man sich nochmal separat unterhalten müssen.

Foto: Foodist

Foto: Foodist

Die Foodist Box ist eine spannende Geschichte mit viel Potenzial, vielleicht war der Juni jetzt nicht der beste aller Monate, aber deswegen grundsätzlich ein Geschäftsmodell in Frage zu stellen, das auf Kulinarik und dem Entdecken noch unbekannter Produkte oder kleinen Lieferanten besteht, wiederstrebt mir.

Ganz im Gegenteil: Ich werde in den kommenden Monaten einfach weiter testen und mich überraschen lassen. Positiv, hoffentlich.