von Oliver Wagner am 17. September 2015

Es gibt immer wieder Geschichten, die man sich eigentlich nicht ausdenken kann. Eine dieser Geschichten erläuterte mir neulich Philipp Hofmann bei einem gemeinsamen Dinner in Hamburg: V-ZUG, der Arbeitgeber des Leiters Global Marketing Services, ist ein Premium-Hersteller im Bereich der Haushaltsgeräte. Das Unternehmen aus dem Schweizer Kanton Zug blickt auf eine Geschichte von 102 Jahren zurück. Das faszinierende dabei: Es hat beinahe einhundert Jahre gedauert, bis V-ZUG nun auch endlich außerhalb der Schweiz verkauft.

Dabei sind die Geräte nicht nur ausgesprochen schön gestaltet, sondern technisch extrem weit vorn. Also eigentlich die idealen Produkte für die gastrosexuellen Hobbyköche der Welt – und natürlich auch für Profis. Rund um Andreas Caminada und die ebenfalls von mir sehr geschätzte Tanja Grandits, hat das schweizerische Unternehmen eine ansehnliche Armada von Testimonials und Sternehäusern, in deren Küchen die Combi-Steamer zum Einsatz kommen, aufgebaut.

Bei einem gemeinsamen Workshop in Hamburg konnte ich mir neulich selbst ein Bild vom Combi-Steam MSLQ machen. Einem Multifunktionsgerät, das Hitze und Dampf mit einer zuschaltbaren Mikrowellenfunktion verbindet. Und mit immerhin knapp 6.000€ die obere Skala der Einbaugeräte markiert. Wir haben in kleiner Runde mit dem MSLQ gebacken, gegrillt und auch Gemüse gedämpft. Und tatsächlich kann die Mikrowellenfunktion punkten. Eine Methode, die eigentlich in letzter Zeit eher als Relikt der 80er Jahre ein Schattendasein in deutschen (Profi-)Küchen fristete. In der Kombination von Dampf und elektromagnetischen Wellen geht dieser Garvorgang wesentlich schneller von der Hand – bei mindestens gleich gutem Ergebnis: Das Gemüse ist knackig, Möhren behalten ihre leuchtende Farbe und der Geschmack ist deutlich intensiver als bei gekochtem Gemüse. Klar, weniger Geschmack entweicht, da einfach wesentlich weniger Kontaktpunkte gegeben sind. Und genau in den vielen Optionen der Kombinierbakeit von Garmethoden liegt die Stärke des MSQL.

Die Kombination dieser drei Welten erfordert hochspezifische Lösungen, diese sind aufwändiger und damit teurer als die in konventionellen Geräten eingesetzten Bauteile und Materialien. Beispielsweise das Electronic Steam System und der eingesetzte Klimasensor. Beim MSLQ wird der Dampf außerhalb des Garraums generiert. Somit ist dieser garantiert frei von Kalkablagerungen und einfach zu reinigen. Der Klimasensor regelt das Garraumklima und stellt sicher, dass die Innentemperatur wirklich auf den Punkt stimmt und während des Garprozesses gleich bleibt. Seit 10 Jahren hat sich V-ZUG dem Anliegen verschrieben, die Steam-Technologie auch in privaten Haushalten stärker zu etablieren. Dem ambitionierten Koch bietet der dampfende Küchenhelfer sogar die Möglichkeit, sich die individuell erprobten und perfektionierten Garzeiten abzuspeichern. Und auch bei eigentlich ganz einfachen und tradierten Verfahren wie dem Brotbacken, kann der zuschaltbare Dampf punkten: So wird die Kruste einerseits außergewöhnlich knusprig, das Innere unserer gemeinsam gebackenen Brote ist aber so schön luftig und zart, wie es mir im konventionellen Ofen noch nie gelungen ist.

brot-v-zug

Vor gut 15 Jahren habe ich begonnen, das Themenfeld der Dampfgarer, genauer genommen den Bereich der Dampfbacköfen näher zu betrachten, vor allem auch regelmäßig zu nuzten. Und bis heute bin ich der Ansicht – viel schonender und unter Beibehaltung des maximalen Basisgeschmackes des Produktes kann man nicht garen. Außer vielleicht mit Sous-Vide. Meiner persönlichen Lieblingsdisziplin.

Combi-Steam_MSLQ_Panel

Natürlich versteht sich der V-ZUG Combi-Steamer aber auch auf Sous-vide. Wobei das vakuumierte Gargut in diesem Fall nicht im Wasserbad liegt, sondern umgeben von exakt temperierten Dampfschwaden vor sich hingart. Das hat in unseren gemeinsamen Experimenten hervorragend funktioniert. Beachten muss man lediglich, dass der Wassertank bei besonders langen Garvorgängen regelmäßig nachgefüllt werden muss. Oder aber, man setzt direkt auf die Gerätevariante mit Festwasseranschluss – dann muss man sich selbst beim Schweinebauch in 48 Stunden keine Gedanken machen…

V-ZUG_Design-Kueche

Im Rahmen des Workshops vor einigen Wochen habe ich auch das Prinzip der V-ZUG GourmetAcademy kennen gelernt: Als (potenzieller) Käufer eines Combi-Steamers kann man sich einen Abend lang umfassend über die Fähigkeiten und Bedienung der Geräte informieren. Gemeinsam mit geschulten Profis kocht man ein Menü in und um den Combi-Steamer und lernt so die unterschiedlichen Betriebsmodi kennen. Und schätzen. Das ist natürlich viel spannender als nur in Broschüren und Anleitungen zu Blättern. Insbesondere, da man die zubereiteten Köstlichkeiten vor Ort und mit einem Glas Wein gemeinsam probieren kann. V-ZUG arbeitet hierbei mit führenden Kochschulen in der Schweiz und in Deutschland zusammen.


 

Gewinnspiel

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V-ZUG stellt Premium Swiss Quality her. Die Geschichte reicht, wie eingangs beschrieben, mittlerweile über 100 Jahre zurück. In den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts stellte das Unternehmen die erste, damals noch handbetriebene Wäschetrommel-Waschmaschine her. Über die Jahre wurde das bestehende Sortiment durch die Waschautomaten, Wäschetrockner und Geschirrspüler der Adora-Reihe vervollständigt. Und auch vor der Küche haben die Schweizer nicht halt gemacht. 1979 haben sie mit dem Microbraun den weltweit ersten Backofen mit Mikrowelle und 2001 mit dem Combi-Steam SL den ersten Kombi-Dampfgarer mit Electronic Steam System auf den Markt gebracht. Dank Innovationen wie diesen gehört V-ZUG zu den weltweit führenden Herstellern in der Entwicklung von Premiumhaushaltsgeräten.

Ich finde es sehr spannend zu sehen, wie sich ein Traditionsunternehmen schrittweise dem globalen Wettbewerb stellt und dabei in der Lage ist, Geräte auf den Markt zu bringen, die den etablierten globalen Playern durchaus überlegen sind. Und auch preislich eine andere Liga markieren. Durch eine persönliche Ansprache der Käufer über die Events in den Kochschulen entsteht eine deutlich engere Bindung – und die Vorführung der Geräte vor Ort zeigt die Praktikabilität der Geräte sehr eindrucksvoll und nachhaltig. Ich könnte mich jedenfalls sehr gut an einen “kleinen” MSLQ in der heimischen Küche gewöhnen…

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