von Oliver Wagner am 17. Oktober 2013

Das GQ Männerkochbuch
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Inhalt40%
Konzept57%
Design47%
Fotos60%
Praktikabilität65%
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Vor einigen Tagen erreichte mich aus dem Haus Edition Fackelträger ein Rezensionsexemplar zum just erschienenen GQ Männerkochbuch. Zunächst wirkt der Absender Gentlemen’s Quarterly, also das klassische Lifestyle Magazin das seit den 1960er Jahren in den USA und übrigens erst seit 1997 in Deutschland erscheint, als etwas merkwürdige, vielleicht sogar etwas bemüht anmutende Klammer. Das Inhaltsverzeichnis zeigt dann direkt das breite Spektrum: Über 100 Rezepte von insgesamt 78 unterschiedlichen Protagonisten wie Heston Blumenthal, Heinz Beck, Giorgio Locatelli, Jean Denis Le Bras und Gordon Ramsay sind auf die 224 Seiten verteilt. Die britische Originalausgabe erscheint unter dem (aus meiner Sicht) deutlich ansprechenderem Titel GQ Eats:
The Cookbook for men of seriously good taste
.

Auf den zweiten Blick dann, beim Durchblättern des Buchs, überwiegen die positiven Eindrücke. Es wurden einige exzellente Gerichte zusammen getragen, zumindest spricht mich ausnahmslos fast jede Seite an. Sicherlich auch ein Verdienst der sehr gradlinigen Fotografien, größtenteils von Romas Foord und Ben Anders. Ein großer Schwerpunkt ist dabei natürlich die britische Küche, aber auch viel Bar Food, dann plötzlich auch richtig komplexe und aufwändige Rezepte in der Kategorie “Michelin-Stern-Rezepte”.

GQ-Kochbuch-02

Vielleicht nicht das klassischste aller Kochbücher, für Vegetarier ebenfalls ungeeignet, davon abgesehen aber ein schönes Konzept mit extrem viel Abwechslung und tollen, ungewöhnlichen Anregungen und Ideen von der anderen Kanalseite.



Das GQ Männerkochbuch
224 Seiten
Verlag: Edition Fackelträger
Erschienen am 19. September 2012
Preis: € 24,95