von Oliver Wagner am 9. Dezember 2013

Bestimmt ist jeder Zeitpunkt auf seine eigene Art ideal für eine Reise zur Forsthofalm. In den letzten Tagen des Novembers, als der erste Schnee im Salzburger Land fiel, die Skisaison aber noch nicht recht begonnen hatte, schien es uns nahezu perfekt. Das Refugium der Familie Widauer liegt auf 1.050 Metern Höhe und ist seit vielen Jahren im Familienbesitz, der letzte große Umbau wurde zum September diesen Jahres fertig gestellt.

Zunächst wurde die Alm natürlich ihrem eigentlich Bestimmungszweck nach genutzt, später dann, mit Aufkommen des ersten Tourismus in der Region, als typische Hütte für die Skifahrer. In den Jahren danach wurden erste Gästezimmer ergänzt. Die ganz großen Schritte hat die Forsthofalm aber erst mit der Übergabe des Geschäftsbetriebs an Markus Widauer gemacht. Im Dezember 2008 eröffnete unter seiner Führung das erste Vollholzhotel im Salzburger Land. Mit dem jetzt fertiggestellten zweiten Trakt wird dieses Konzept noch weiter voran getrieben: “Wir bieten ein einmaliges Urlaubserlebnis im Einklang mit der Natur. Natur bedeutet für mich Freiheit und das ist unsere Philosophie“, so erklärte uns Markus Widauer Abends bei einem Glas Gin Tonic (versetzt mit einem selbst gemischten Kräuterextrakt) an der Hotelbar.

Lounge

Lounge

Ich finde es immer wieder faszinierend Menschen zu treffen, die sich so für ihre Ideen begeistern können und sich dabei wie selbstverständlich auch für alle kleinen Details interessieren. Aber letztlich fügt sich aus all diesen Fragmenten das gesamte Konzept zusammen. Widauer hat dabei wirklich wenig dem Zufall überlassen. So haben wir lange über die Vorteile mondgeschlagenem, heimischem Holzes diskutiert, uns wurde erläutert warum es nachhaltiger und sinnvoller ist, statt Leim auf 210.000 Buchenholzdübel für die Befestigung der Massivholzwände zurück zu greifen. Selbst die Holzbetten im neuen Anbau sind komplett frei von Schrauben und Metall konstruiert.

Sonnendeck

Sonnendeck

Diese Liebe für Details spiegelt sich auch oben im Spa wieder. Hier genießen die Gäste einen 360 Grad-Weitblick über das Tal und die Leoganger Steinberge. Neben verschiedenen Saunen mit großen, bodentiefen Glasfenstern mit Blick auf Wald und Berge findet sich hier auch die SPAbar und Kaminlounge sowie der 60 Quadratmeter große Fitnessraum mit Rundum- Verglasung und ein beheizter Rooftop Pool, neben dem im Sommer einige stehen. Im Spa arbeitet Claudia Widauer mit selbsthergestellten Ölen, Cremes und Wickeln. Die Basis bilden dabei handgepflückter Kräuter aus dem heimischen Garten und umliegenden Wiesen. Auch das ein toller Gedanke, der natürlich viel lokaler ist als die Verwendung von klassischen (Industrie-)Marken im Spa. Und wesentlich individueller.

Wellnessbereich mit bodentiefen Fenstern und Blick in Wald un Berge

Wellnessbereich mit bodentiefen Fenstern und Blick in Wald un Berge

Grill & Restaurant KUKKA

Grill & Restaurant KUKKA

Für das leibliche Wohl der Gäste in der Forsthofalm sorgt das neu eröffnete Restaurant Kukka. Der Anteil an Produkten aus lokalem und biologischem Anbau liegt bei immerhin mindestens 70%. Zentrales Element ist die offene, zum Gastraum ausgerichtete Küche mit großem Holzkohlengrill sowie ebenfalls in das Interieur integrierte Öfen, in denen auch das Brot zum Frühstück gebacken wird. Bei unserem Dinner habe ich mich für ein Filetsteak vom Grill entschieden.

Filetsteak vom Grill im Kukka

Filetsteak vom Grill im Kukka

Grill & Restaurant KUKKA

Grill & Restaurant KUKKA

Wir haben nicht nur exzellent gegessen, das ganze Konzept des Restaurants hat uns ausgesprochen gut gefallen. Natürlich hat auch hier Widauer nichts dem Zufall überlassen. Die Tische folgen (in der Breite) den Maßen italienischer Bistros, sind also deutlich kompakter als üblicherweise in Restaurants. Dadurch ist man von seinen Tischnachbarn nicht allzeit entfernt und kann, so man denn möchte, zwischendurch auch mal schnell ins Gespräch kommen. Offensichtlich wurde das rundherum gut angenommen. Auch der offene und sympathische Service trägt diesem Gedanken Rechnung.

Zum Digestif lädt dann noch die Lounge mit offenem Kamin ein. Auch hier herrscht angenehme Atmosphäre – und natürlich gibt es eine gute Auswahl ansprechender Drinks und viele lokale Schnäpse.

Wir haben uns extrem wohl gefühlt auf der Forsthofalm und die nächste Reise schon fest geplant. Dann aber eher im Sommer, denn schließlich kann man direkt unterhalb des Hotels in einen der größten Bikeparks Europas starten. Aber natürlich ist auch der Winter eine perfekte Jahreszeit für einen Besuch auf der Forsthofalm. Der erste Skilift ist direkt vor der Tür und führt in das weitläufige Skigebiet rund um Saalfelden. Ein weiteres Ziel von Familie Widauer, das Hotel mit ganzjährigen Angeboten in den Kalendern der Gäste zu beranken, scheint also ebenfalls aufzugehen…

Da wir erst Abends angereist sind, waren wir von dem Anblick, der sich morgens beim ersten Blick aus den Fenstern bot schlicht überwältigt…

Der morgendliche Blick aus unserem aus unserem Zimmer.

Der morgendliche Blick aus unserem Zimmer.

Holzhotel Forsthofalm
Hütten 37
A-5771 Leogang
Österreich

Tel +43 6583 8545
[email protected]

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