von Oliver Wagner am 24. Oktober 2012

Der Hangar-7 am Salzburger Flughafen ist nicht nur für Flugzeugbegeisterte und Kunstfreunde eine Pilgerstätte, sondern auch für Gourmets : Unter dem Patron Eckart Witzigmann und dem Executive Chef Roland Trettl kommt allmonatlich ein neuer Spitzenkoch in das Hangar-7-Restaurant Ikarus, um die Besucher mit einem Gastkochmenü zu verwöhnen.

Auch 2012 bleiben Roland Trettl und Eckart Witzigmann ihrem Konzept treu und schauen zwölf kreativen und hochtalentierten Spitzenköchen aus aller Welt am Herd des Ikarus in die Kochtöpfe.

Die Ergebnisse wurden jetzt in Form der 2012er Ausgabe des Hangar-7 Kochbuchs veröffentlicht und beinhalten die Rezepte folgender Kochgrößen: Björn Frantzén/Daniel Lindeberg, Helena Rizzo & Daniel Redondo, Nuno Mendes, Tim Raue, Ryan Clift, Tanja Grandits, Pino Lavarra, Daniel Patterson, Pascal Barbot, Ikarus Team, Rasmus Kofoed und Peter Gilmore.

In den vergangenen Monaten habe ich zahllose Kochbücher mit ganz unterschiedlichen Schwerpunkten und Layouts in Händen gehalten. Das Hangar 7 Kochbuch fällt dabei zum einen wegen seiner Größe und auch aufgrund des Umfangs (320 Seiten) deutlich aus dem Rahmen. Insbesondere aber auch das Layout halte ich für sehr gelungen, sehr wertig und mit eindeutigem Fokus auf den Gerichten und ihren Köchen.

Man sollte sich jedoch im klaren sein, dass die vorgestellten Rezepte durchweg auf hohem Niveau sind und vvom ambitionierten Hobbykoch viel Zeit und Lust erfordern. Idealerweise auch gute Kontakte zu dem ein oder anderen Lieferanten, denn manche der erforderlichen Produkte sind etwas aufwändiger in der Beschaffung, viele der benutzten Geräte auch nicht in jeder Küche vorhanden..

Hier sei als Beispiel die geblasene Karamellkugel von Tim Raue zitiert:

Den Zucker, das Wasser und den Glukosesirup in einen Topf geben und auf 154 Grad erhitzen. Den Topf vom Herd nehmen, die Butter und das Salz unterrühren und abkühlen lassen. Von der Masse eine kleine Menge abnehmen und mit einem kleinen Blasebalg (am besten eignet sich eine kleine Pumpe aus der Zuckerpatisserie) zu einer Kugel aufblasen. Mit dem Bunsenbrenner an der Unterseite eine kleine Öffnung für die Füllung ausbrennen.

Lässt man sich aber darauf ein, findet man viele fantastische Ideen und Anregungen und ein wirklich weites Feld der Inspiration, das so unter den Kochbüchern eher eine Seltenheit darstellt.