Der Gault&Millau Deutschland zählt neben dem Guide Michelin nach wie vor zu den  relevanten Restaurantführern. Zwar ist sein Stellenwert für den deutschen Raum in den letzten Jahren deutlich zurück gegangen, möglicherweise wird sich das künftig durch ein neues Team und eine neue Ausrichtung aber wieder ändern. “Pointiert und ambitioniert testen unsere Genuss-Experten Küche, Atmosphäre und Charakter der Restaurants und vergeben die begehrten Gault&Millau-Punkte”, erläutert der Gault&Millau entsprechend im Pressetext. Zudem will sich der Gault&Millau künftig auch intensiver auf die Suche nach neuesten Genusstrends und jungen Talenten begeben.

Seit Herbst 2017 erscheint der  Gault Millau Restaurantguide Deutschland sowie der Gault Millau Weinguide Deutschland im SZ Verlag, der den bisherigen Lizenznehmer Christian Verlag ablöst. Ziel der neuen Ausrichtung unter der Leitung von Commercial Director Carina Rey ist es – dem französischen Vorbild folgend – den Ausbau von Gault Millau in neue Geschäftsfelder voranzutreiben. Gault Millau soll sich von einer reinen Printausgabe hin zu einer multimedialen Plattform für Genuss-Themen entwickeln.

Die wichtigste Meldung zuerst: Christian Bau wird endlich und überaus verdient der “Koch des Jahres”. Gleichzeitig erhält er 19.5 Punkte auf der bis 20 Zähler reichenden Gault & Millau Skala. Herzlichen Glückwunsch ins Victor’s FINE DINING by Christian Bau nach Perl-Nennig!

Koch des Jahres: Christian Bau

Die Begründung des Gault&Millau: Für seine „kosmopolitischen Gerichte von Weltrang, in denen er klassisch französische Kochkunst, japanische Inspiration und ein fanatisches Verhältnis zum guten Produkt verbindet“, kürt der Guide den 46-jährigen Christian Bau vom Restaurant „Victor’s Fine Dining by Christian Bau“ im saarländischen Perl zum „Koch des Jahres“. „Langoustine grillt er über der Holzkohle von japanischer Steineiche und glasiert sie mit einem Hauch süßer Miso, zum Reh mit japanischer Aubergine, winzigen gerösteten Zwiebeln und knuspriger Innereien-Praline gibt er eine geradezu kühn erscheinende Sauerbratensauce und die Gänseleberterrine überzieht er mit Gelee von Arabica-Kaffee, legt obenauf eine vergoldete geröstete Haselnuss und anbei etwas Sauerkirsche sowie geeiste Perlen aus Gänseleber.“

Für solche Gerichte erhält der gebürtige Badener, der seine Freizeit am liebsten mit Frau und Töchtern verbringt und gern mit ihnen reist, erstmals 19,5 von 20 möglichen Punkten. Sie stehen in dem Guide, der nach dem französischen Schulnotensystem urteilt, für „weltbeste Restaurants”.

Die Auszeichnungen des Gault&Millau 2018

  • Koch des Jahres: Christian Bau (Victor’s FINE DINING by Christian Bau)
  • Aufsteiger des Jahres: Dirk Hoberg (Ophelia)
  • Entdeckung des Jahres: René Klages (17fuffzig)
  • Gastgeberin des Jahres: Christiane Grainer (Restaurant Christian)
  • Bester deutscher Koch im Ausland: Thomas und Mathias Sühring (Sühring, Bangkok)
  • Hotelier des Jahres:  Carl, Michael und Stephan Geisel (Königshof und Excelsior)
  • Gastronomen des Jahres: Boris Radczun und Stephan Landwehr (Pauly Saal und Grill Royal)
  • Sommelier des Jahres: Christian Wilhelm (Falco)
  • Winzer des Jahres: Horst und Sandra Sauer
  • Kochschule des Jahres: Hans Haas (Hans Haas-Kochschule)
  • Pâtissier des Jahres: Matthias Spurk (Gästehaus Erfort)

Herzlichen Glückwunsch an alle Gewinner!!

Alle Restaurants mit 19,5 Punkten

Koch
Haus Ort
Torsten MichelSchwarzwaldstube Baiersbronn
Christian JürgensRestaurant Überfahrt Christian Jürgens Rottach-Egern
Sven ElverfeldAqua Wolfsburg
Joachim WisslerVendôme Bergisch-Gladbach
Clemens RambichlerWaldhotel Sonnora Wittlich/Dreis
Christian BauVictor's Fine Dining by christian bau Perl
Klaus ErfortGästeHaus Klaus Erfort Saarbrücken

Neu mit 18 Punkten ausgezeichnet

Koch
Haus Ort
Kevin FehlingThe TableHamburg
Dirk HobergOpheliaKonstanz
Diethard Urbansky DallmaryMünchen
Nils HenkelSchwarzensteinGeisenheim

Neu mit 17 Punkten ausgezeichnet

Koch
Haus Ort
Lars KeilingKeilingsBad Bentheim
Christian LohseFischers FritzBerlin
Christian Sturm-WillmsYunicoBonn
Pierre NippkowOstseeloungeDierhagen
Daniel Raub Genießer StubeFriedland
Christian RichterPeriorLeer
Philipp Stein FavoriteMainz
Peter HagenAmmoliteRust
Boris Rommel Le Cerf' Öhringen
René Klages17fuffzigBurg (Spreewald)
Maurice KriegsSchuhbecks Fine DiningMünchen

Die Geschichte des Gault&Millau

Der Gault&Millau ist ein nach seinen Herausgebern, den französischen Journalisten Henri Gault und Christian Millau, benannter und neben dem Guide Michelin der einflussreichste Restaurantführer. 1969 wurde er erstmals in Frankreich aufgelegt. Er vergibt die Gault&Millau-Punkte, die in die berühmte Hauben-Bewertung der Restaurants münden. Er liefert neben der Bewertung, anders als der Guide Michelin, auch eine ausführliche Beschreibung der Restaurants. Aktuell gibt es den Gault&Millau in zwölf Ländern, u.a. in Frankreich, Niederlande, Österreich, Marokko, Japan und Australien. Weitere zehn Länder folgen in kürzester Zeit, wie etwa Großbritannien, Italien, Spanien und Südafrika.

Gault&Millau 2018

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Der Gault&Millau Restaurant Guide erscheint in diesem Jahr zum 35. Mal und bewertet rund 800 Restaurants.

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