von Oliver Wagner am 19. August 2012

Gestern besuchten wir erneut einen Klassiker der Hamburger Gastronomie: Das Henssler & Henssler. Und, das ist in diesem Fall durchweg positiv gemeint, war eigentlich alles wie immer: Groß, laut, voll und dabei ausgesprochen lecker.

Dabei ist die Essenz bei fast allen Gerichten die wir probiert haben eigentlich ganz einfach: Tolle Produkte.

So glänzte gleich zunächst mein gebratenes Beef Sashimi mit Beurre Blanc und Affila Kresse durch seine konsequente Schlichtheit. Die kleine Buttersauce umspielte das makellose und nur minimal angebratene Rinderfilet perfekt und mit einer schönen Schärfe. Ein hervorragender Auftakt.

Auf der anderen Tischseite wurde eine knusprige Garnelen-Mango-Frühlingsrolle mit Sweet-Chili-Sauce serviert. Im Gegensatz zu den landläufig angebotenen Rollen fiel hier insbesondere der nur hauchdünne Teigmantel sowie die Eindeutigkeit der verarbeiteten Produkte auf.

Weiter ging es mir gegenüber mit einem knusprig gebratenen Zander mit Lila Curry, wildem Pfirisch und Pfifferlingen. Eine tolle Kombination aus Obst und Pilz, dazu ein wirklich auf den Punkt gebratener Fisch, der seinem Namen alle Ehre macht.

Ich habe mich für das große Sushi-Sashimi Mix entschieden, was ebenfalls zu gefallen wusste, insbesondere in der Sashimi-Abteilung. Allerdings hätte ich mich im Nachhinein vielleicht doch noch eher für eine der puristischeren Varianten, beispielsweise den Lachs on the Rocks begeistern können. Aber das holen wir einfach beim nächsten Mal nach.

Ein weiteres Highlight des Abends entstammte der Weinkarte, die im allgemeinen übrigens einen recht fair kalkulierten Eindruck macht. Wir hatten das große Vergnügen mit einem 2010er Sancerre Chavignol von Gerard Boulay (46,-EUR).