von Oliver Wagner am 19. Juni 2014

Es gibt so viele italienische Regionen die berühmt für kulinarische Genüsse sind. Die Toskana, aber natürlich auch die Emilia-Romagna, Südtirol, Venetien, Sizilien oder auch das Friaul sind erste Namen, die einem dabei durch den Kopf gehen. Das Piemont hat man zunächst nicht unbedingt auf der Rechnung. Das ist aber gleichzeitig falsch – und eine große Chance.

Denn eben dieses Piemont, geografisch eingefasst vom Aostatal, der Schweiz, Frankreich, Ligurien, der Emilia-Romagna und der Lombardei hat sich Ines Stosic vor etwas über einem Jahr als neue Heimat ausgesucht. Und als neue Wirkungsstätte für Piemontalia, eine Agentur spezialisiert auf die Organisation von Kleingruppen- und Individualreisen. Neben Yogareisen und geführten Radtouren kann man gemeinsam mit Ines so vor allem auch das kulinarische Piemont entdecken und diese vermeintliche Bildungslücke genussvoll schließen.

Trüffel

Trüffel

Das Spektrum der piemontesischen Küche ist unglaublich reich und geht über die Klassiker Bagna Cauda und alle Varianten von Trüffel weit hinaus. Alleine im Bocca Cookbook, meinem neuen Referenzbuch für die Küche der italienischen Regionen, finden sich bald 20 Rezepte aus dem Piemont. Von Lardo mit Walnüssen über Bollito Misto bis zu Pandoro con Zabaione reicht der kulinarische Horizont. Mindestens. Dabei fließen Einflüsse aus dem nahen Mittelmeer, den Bergen und dem weiten Hügelland in die traditionellen Gerichte der Region ein.

La Morra

La Morra

Genau diese kulinarischen Freuden, im Zusammenspiel mit sorgsam ausgewählten Orten und bewusster Bewegung machen aus jeder Reise eine unvergessliche Erfahrung, so das Credo von Ines und ihrem Team. Dabei stehen stets vor allem die Menschen und die gut bewahrten Traditionen des Piemonts im Zentrum des Interesses.

Wer nun Appetit auf diese Region bekommen hat, kann sie im Oktober auf besondere Weise kennen lernen. Pünktlich zum Beginn der Trüffelzeit bietet Piemontalia eine Reise, die mich auch sehr reizen würde. Diese führt unter anderem nach Pollenzo, dem Zentrum der Slow Food Bewegung und als Sitz der Universität der Gastronomischem Wissenschaften absolut dem guten Geschmack verschrieben.

Von Pollenzo ausgehend stehen eine Woche lang interessante und vor allem kulinarische Stationen auf dem Programm, beispielsweise eine Trüffelsuche in den Wäldern der Region oder eine Wanderung durch die malerischen Weinberge um Barolo und La Morra. Stets begleitet von Verkostungen der guten Tropfen und der lokalen Spezialitäten. Ein Besuch der Trüffelmesse darf bei dieser Gelegenheit natürlich nicht fehlen.

Die Reise findet vom 16.10. – 23.10.2014 statt und wer sich einen der wenigen Plätze sichern möchte, sollte schnell buchen, denn im Oktober ist Hochsaison im Piemont.

Übrigens hat auch Germanwings seit Anfang des Jahres das Piemont für sich entdeckt und bietet von verschiedenen deutschen Flughäfen aus günstige Flüge nach Turin.