von Oliver Wagner am 1. Mai 2012

Das Casa de la Flora ist ein 2011 eröffnetes Designhotel, gelegen in der Region Khao Lak und in gut 90 Minuten vom Flughafen Phuket aus zu erreichen. Es ist das mittlerweile vierte Hotelprojekt von Sompong Dowpiset, der auch als Geschäftsführer von Grohe Siam aktiv ist. Ein entsprechend präzise geschultes Auge für Design und Architektur zieht sich durch die gesamte, 36 Apartments umfassende Anlage und zeigt sich auch an der Detailversessenheit Sompongs, den man gen Abend durch die Anlage wandern sieht, letzte Kleinigkeiten richtend und korrigierend.

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Zahlreiche Preise belegen den richtigen Kurs, den selbst gesteckten Anspruch. So wählte Condé Nast das Casa de la Flora in die Liste der besten neuen Hotels 2012, die Wallpaper schwärmt – und auch die deutsche Elle.

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Für uns war das Konzept des Casa de la Flora ausschlaggebend für diese Reise, eigentlich war es sogar ausschlaggebend für die Destination Thailand. In seiner Konsequenz polarisierend trifft diese Einschätzung aber sicher nicht für alle Reisenden zu. Kurz: Das Hotel besticht durch fantastisch reduziertes Design, unglaubliche Ruhe und viel Raum zum Rückzug aus dem trubeligen Alltag, exzellenten Komfort und wirklich gute Küche im La Aranya Restaurant, mit direktem Blick über das Meer.Casa-de-la-Flora-Resort-01 Casa-de-la-Flora-Resort-07

Egal ob am Pool oder direkt am Strand: Die Gäste verteilen sich selbst bei hoher Auslastung des Hotels so gut auf dem Gelände, das man stets ein ruhiges Plätzchen auswählen kann. Am Strand stehen keine Liegen sondern große überdachte Sunbeds zur Verfügung.

Die Beach Front Apartments haben neben dem eigenen, kleinen Pool ohnehin noch separate, vom Strand kaum einsehbare Liegezonen.

Auch das Restaurant Aranya wirkt sehr privat, das allerdings offen gesagt etwas zu privat. So waren wir an den vier Abenden die wir hier gegessen haben oft die einzigen Gäste. Das liegt sicher weder an der Qualität, bestimmt nicht am Service (der war egal in welchem Bereich exzellent), keinesfalls an dem Blick übers Meer – vielleicht aber an der Preisgestaltung bzw. dem natürlich extrem günstigen Umfeld.
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So genossen viele der parallel anwesenden Gäste die umliegenden Restaurants, in denen man gute lokale Küche zu einem Bruchteil der Preise des Aranyas genießen konnte. Wie wir an den restlichen sieben Abenden übrigens auch.