von Feli Scharfenberger am 5. November 2018

Mit seiner antibakteriellen Wirksamkeit und seinem einzigartigen, unwahrscheinlich intensiven Aroma ist Manuka Honig seit kurzem sprichwörtlich in aller Munde. Und auch ich kam nicht länger um einen Kostprobe rum. So viel sei verraten: Naschen war selten so gesund – und lecker!

Als bekennender “Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages”-Verfechter, wird man schon mal hellhörig, wenn ein neuer “Super”-Honig am kulinarischen Horizont auftaucht. Wenn dieser dann auch noch “Wunder” vollbringen und das Immunsystem nachweislich stärken soll, ist der Wissens-Hunger mindestens groß wie der auf ein frisches Honigbrot.

Die Rede ist von Manuka Honig, einem der wertvollsten Honigsorte der Welt – und unser Geschmackserlebnis des Herbstes.

Der Beginn einer gesunden Geschichte

Ein erster Klick durchs Netz verrät: Manuka Honig ist keinesfalls ein Phänomen der Neuzeit. Tatsächlich haben die Geschichten über dessen besonderen Fähigkeiten ihren Ursprung bereits in der Heilkultur der Maori. Jahrhundertelang wurden Blätter, Rinde und Nektar der neuseeländischen Südseemyrte in Form von Suden und Salben zur Wundversorgung und Entzündungshemmung eingesetzt und unterstützten Heilungsprozesse sowie Gesundheit auf “wundersame” Weise.

Was für die Maori vermutlich ein wenig an Magie grenzte, lässt sich heute wissenschaftlich ganz einfach erklären: Denn hinter den sagenumwobenen Kräften des Manuka Honigs steckt die antibakterielle sowie antimykotische Wirkung des enthaltenen Methylglyoxal – kurz MGO. Das natürliche Zuckerabbauprodukt entsteht durch verschiedene Stoffwechselprozesse, deren Basis das einzigartige chemische Zusammenspiel von Glucose, Fructose und besonderer Phosphate der Manuka-Pollen sowie eines Bienen eigenen Darmbakteriums ist.

Dass nimmt dem Ganzen zwar ein wenig von seinem Zauber, aber keinesfalls von seiner Besonderheit. Denn kaum ein anderes Naturprodukt kann solch hohe MGO-Werte aufweisen, wie Manuka Honig. Und wenn es dann auch noch so außergewöhnlich gut schmeckt, dann ist es kaum verwunderlich, dass die Faszination für Manuka Honig mit den Siedlern und Seefahrern des 19. Jahrhunderts schließlich ihren Weg in die weite Welt fand.

Hauptsache, die Chemie stimmt

Mittlerweile zählt Manuka Honig zum internationalen “Superfood” und die Suchergebnisse bei Google sind im wahrsten Sinne des Wortes “vielversprechend”. Umso wichtiger, sich hier intensiv mit den zahlreichen Anbietern und Produkten auseinanderzusetzen. Denn Manuka Honig ist nicht gleich Manuka Honig und der Spielraum für Qualitätsunterschiede groß.

Einen wichtigen Anhaltspunkt für die vertrauenswürdige Klassifizierung der Wirkstoffkonzentration, Reinheit und Echtheit von Manuka Honig liefert hierbei das sogenannte UMF-Siegel. Dieses darf ausschließlich von geprüften Herstellern und Mitgliedern des neuseeländischen Verbands „Unique Manuka Factor Honey Association“ verwendet werden und garantiert einem die Hochwertigkeit und den neuseeländischen Ursprung des Produkts.

Darüber hinaus lohnt sich auch ein Blick auf die Unternehmensphilosophie der zahlreichen Produzenten, denn während der eine oder andere Hersteller im großen Stil Honigbestände verschiedener Imkereien kauft, mischt und weitervertreibt, gibt es auch die eine oder andere Manufaktur, die großen Wert auf liebevolle Handarbeit und Nachhaltigkeit legt. Eine dieser besagten Manufakturen ist der Familienbetrieb von James und Toby Annabell.

Eine Familie, eine Passion

Vater und Sohn – wobei Letzterer sich vor einigen Jahren gegen seine Rugby-Karriere und für die Imkerei entschied – betreiben seit 2008 ihre kleine Familien-Bienenzucht in ihrem Heimatort im Süden Taranakis. Dieser besonders eindrucksvollen und fruchtbaren Region Neuseelands rund um den Mount Taranaki – oder auch Mount Egmont genannt – widmen die beiden ihre Manuka Produkte und sind unter dem Namen “Egmont Honey” als Hersteller für einen der reinsten und hochwertigsten Manuka Honige der Welt bekannt.

Zwar macht sich diese Besonderheit auch im Preis bemerkbar (500 Gramm ab 39,90 €) und im Vergleich zu ähnlichen Herstellern erscheint Egmont Honey im ersten Moment ein wenig teurer zu sein. Doch weisen alle Produkte des Familienbetrieb stets einen höheren MGO-Wert auf als ihre Wettbewerber und werden nur in ökologisch vertretbaren Mengen produziert – diese Art der Qualität hat
berechtigterweise ih
ren Preis. 

Die verschiedenen Egmont Honey Produkte sind mit MGO-Werten von 280+ bis 820+ und wahlweise in 250 Gramm oder 500 Gramm bei Amazon erhältlich. Für den heimischen Gebrauch entschied ich mich, die Varianten mit MGO 280+ und MGO 450+ zu probieren. Dabei interessierte mich nicht nur der positive Effekt, den der Honig auf mein Immunsystem haben könnte, sondern vor allem sein Potenzial in der Küche. Denn kulinarisch betrachtet ist Manuka Honig mit seinem eher herben Geschmack mindestens genauso spannend, wie aus gesundheitlicher Sicht. Und tatsächlich durfte ich beim Herumexperimentieren feststellen, dass Manuka Honig ein kleines Allroundtalent ist und sich hervorragend zum “gesunden” Süßen des morgendlichen Müslis, für Smoothies oder Vinaigrettes – aber selbstverständlich auch ganz hervorragend pur auf Brot eignet.

Rezept: Rosmarin-Manuka Eis 

  • 2 EL Manuka Honig
  • 200 g Sahne
  • 100 g Quark (Fettgehalt nach persönlicher Vorliebe)
  • 200 g Crème fraîche
  • 25 g Puderzucker
  • 1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker
  • 2 Rosmarinzweige
  • frische Früchte oder Toppings nach Wahl

 

  1. Die Rosmarinzweige waschen und trocken tupfen.
  2. Die Sahneund Rosmarinzweigen in einen Topf geben, langsam erhitzen und kurz aufkochen lassen. Ist die Masse etwas runtergekühlt, den Honig unterrühren. Anschließend die Mischung für 30 Minuten in den Kühlschrank stellen und abkühlen lassen.
  3. Die Rosmarin-Honig-Sahne durch ein Sieb gießen. Quark mit Crème fraîche, Puderzucker und Vanillezucker vermengen. Dann die Rosmarinsahne unterheben. Die Eismasse in die Eismaschine füllen und in 30-40 Min. cremig-fest frieren lassen.
  4. Das fertige Eis tiefkühlen oder (noch viel besser!) mit Beeren, Streuseln oder Honig garnieren direkt servieren.

Wie auch immer Manuka Honig in der Küche eingesetzt wird, ist nur eins wichtig zu beachten: Er sollte niemals über 39 °C erhitzt werden, da sonst umgehend all die wichtigen Wirkstoffe verloren gehen. Also: Tee und Milch erst abkühlen lassen, bevor Manuka Honig sie in wahre Immunsystem-Booster verwandelt.

Mein Fazit: Ich bin satt, glücklich UND gesund!

Wie gut sich Manuka Honig von Egmont Honey  jenseits der medizinischen Verwendung auch in der Küche eignen würde, hatte ich anfangs nicht geahnt. Doch die Bienen der Familienfarm der Annabells haben ganze Arbeit geleistet und mich in meinem Glauben bestärkt, dass “gesund” und “naschen” kein Widerspruch ist. Sein unverfälscht reiner, feinwürziger Geschmack ermöglicht neue kulinarische Erlebnisse – und seine antibakteriellen Eigenschaften einen bisher (toi, toi, toi) grippefreien Herbst.

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