Zwischen dem 07. und 17. September 2017 fand in Zürich die zweite Ausgabe von Food Zürich statt, einer Bühne für das gastronomische Schaffen und den kulinarischen Reichtum der Stadt und Region. Mit dem Fokus auf den Themen Schweiz, Innovation, Nachwuchs und Nachhaltigkeit beleuchtete das Festival die traditionelle Küche und fördert neuzeitliche Kreationen und Ideen.  

Während elf Tagen präsentierten über 150 Veranstaltungen die Stadt als kulinarischen Hotspot und als echtes Paradies für Food-Aficionados jeglicher Couleur. Gespeist und gekocht wurde in allen erdenklichen Lokalitäten: in etablierten Restaurants wie auch im Tunnel, im Museum, im Schloss oder in Privatwohnungen.

An einem verlängerten Wochenende habe ich mich auf die Reise in die größte Stadt der Schweiz gemacht und mir einige Veranstaltungen aus dem umfangreichen Programm angesehen.

Unter dem Motto Vörigs, also der Weiterverarbeitung von Resten und Produkten, die üblicherweise bei der Zubereitung entsorgt werden, präsentierten über 50 Restaurants neue Ideen und Eigenkreationen für nachhaltiges Kochen.

In der wunderschönen Chuchi, einer großen offenen Kücheninstallation fanden diverse Workshops, Talks und Seminare statt. Daneben gibt es über die Stadt verteilt zahlreiche Ausstellungen, Vorträge und immer wieder einzelne kulinarische Events.

Besonders begeistert hat mich allerdings das wirklich riesige Street Food Festival. Mehr also 150 Gastronomen, Winzer, Street-Food-Stände und Produzenten versammelten sich zwischen und unter zwei großen Zirkuszelten. Das Spektrum dabei war vielfältig und stellt eigentlich so ziemlich alles an Street Food Märkten in den Schatten.  Von Churros über Ceviche, Tacos al pastor, Austern, Taiyaki, Flammlachs, Gommer Cholera, Lobster Rolls, Cocktails, Wein sowie natürlich Burgern in vielen Varianten reichte das Spektrum. 

Während meines kurzen Aufenthalts in Zürich habe ich auch noch zwei kleine und sehr schicke Hotels entdeckt. Die erste Nacht verbrachte ich im wunderschönen Marktgasse Hotel, einem denkmalgeschütztem, bald 600 Jahre altem Gebäude. Die Zimmer sind sanft und sehr geschmackvoll modernisiert – und die Lage mitten in der Altstadt und fast unmittelbar am See perfekt. Die zweite Nacht verbrachte ich im The Yard Hotel, im ehemaligen Redlight District von Zürich. Coole Zimmer und die Yard Bar laden zum Verweilen ein. Und, wenn nicht wie in meinem Fall gerade Sonntag (oder Montag) ist, gibt es im Restaurant auch noch Meatballs, Fishballs, No-Meat-Balls und Grossi’s Hacktätschli.

Wenn im kommende Jahr die dritte Ausgabe von Food Zürich statt findet, kann ich die Anreise nur dringend empfehlen. Aber auch abseits der Veranstaltung ist Zürich ach aus kulinarischer Sicht durchaus eine Reise wert…

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