Annette und Martin haben mich nominiert, für den »Liebster Award«. Strafe oder Ehre, man weiß es nicht. Eigentlich geht es aber in erster Linie um elf Fragen rund um das Thema Drinks, Bars und Alkohol. Es gibt Schlimmeres, ohne Frage. Die Idee geht dabei zurück auf einen Podcast der Bildungstrinker. Dem möchte ich mich natürlich nicht verweigern – und teile hiermit einige meiner Trinkgewohnheiten mit Euch.

Was ist dein liebster Drink?
Das ist direkt eine der schwersten Fragen. Und eine pauschale Antwort darauf habe ich gar nicht. Es kommt eben sehr darauf an. Auf die Stimmung. Und Tageszeit. Als Aperitif gerne einen trockenen Martini, am späteren Abend Whiskey sour oder Old Fashioned. Manchmal geht auch nichts über einen guten Gin Tonic. Im Sommer sehr gerne einen Gin Basil Smash.

Wann hast du das erste mal Alkohol getrunken?
So genau kann ich das gar nicht beziffern. Als Kind der späten 70er durfte ich hin und wieder mal einen Schluck Wein probieren. Zunächst allerdings ohne große Begeisterung meinerseits. Das änderte sich als Teenager dann allerdings. Nachhaltig.

Welchen Drink hast du am meisten bereut?
Tequila und Bourbon. Leider blieb es nicht bei einem. Seit meiner Jugend habe ich diesen Drinks gegenüber eine jahrelang anhaltende Aversion entwickelt, glücklicherweise ist diese aber mittlerweile vollends abgeklungen.

Bar oder Kneipe?
Bar. Ausser in London, da sehr gerne Pub.

Champagner oder Schaumwein?
Champagner!

Mit wem würdest du gerne trinken?
Natürlich immer gerne mit lieben Freunden. Aber auch mit Experten ihres Feldes, wie zum Beispiel Christoph Keller. Von ihm würde ich gerne viel über seine Begeisterung für Destillate lernen, die Prozesse und Mechanik dahinter verstehen. Und Schnaps trinken.

Bei wem würdest du gerne trinken?
Glücklicherweise haben wir in Hamburg die ein oder andere schöne Bar. Das Le Lion natürlich an erster Stelle. Sehr gemütlich finde ich aber auch den kleinen Club oben im Clockers – und dann stehen gleich zwei Neueröffnung für dieses Jahr ins Haus (hier und hier). Wenn die Anreise etwas weiter ausfallen darf, würde ich zum Beispiel sehr gerne mal ins The Rock oder ins Campbell Apartment.

Wie sieht deine Home Bar aus?
Sehr kompakt und entsprechend auch kompakt bestückt steht sie auf einem Erbstück der Liebsten. Einige Whiskys, Glenmorangie, Glenfiddich und Lagavulin. Dann zwei Dimple, die ich neulich unter Anleitung von Chris Clark, dem Dimple Masterblender aus den Central Lowlands, selbst mischen konnte. Grappa, sowie die üblichen Verdächtigen. Und ein offensichtlicher Schwerpunkt in Richtung Gin. Normalerweise auch noch eine kleine Auswahl von Destillaten von Siegfried Herzog, bis auf den Nusserl allerdings aktuell ausgetrunken.

Hausbar. Klein, aber mein.

Hausbar. Klein, aber mein.

Beschreib deine Eiswürfel.
Seit einigen Monaten habe ich zwei Exemplare des Neat Ice Kits im Hause – und somit endlich große, klare Eiswürfel.

Was ist deine Gin-&-Tonic-Empfehlung?
Saffron Gin und Fentimemts. Und natürlich der fabelhafte Ginsul. Vor allem, da Stephan Garbe ihn kaum zweihundert Meter von hier entfernt, Mitten in Altona, destilliert.

Wie bekämpfst du deinen Hangover?
Aspirin, Currywurst, viel Wasser und Tee. Am liebsten leidend auf Bett oder Sofa.

Weitere Ein- und Ansichten zu diesem Thema findet man unter anderem an diesen Stellen:

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